Die Indianer und der Hanf

 

Schon seit vielen Jahrhunderten ist der Hanf ein fester Bestandteil in den unterschiedlichsten Kulturen. Nicht im alten Rom wurde die Pflanze für zahlreiche Leiden genutzt, auch die Chinesen, die Inder und die Indianer kannten den Hanf als Heilpflanze – und nicht als Droge. Dabei war sogar in den USA ab dem Jahre 1619 der Anbau von Hanf vorgeschrieben. Farmer, die keinen Hanf anbauten, wurden bestraft. Mehr noch, sie konnten sogar ihre Steuern mit Hanf bezahlen. Hanf ist also schon seit vielen Jahrhunderten ein wichtiges Mittel und diente nicht nur dazu, um sich zu berauschen.

Hanf gelangte schon im 15. Jahrhundert zu den Indianern

Hanf war bis 1940 die weltweit am meisten angebaute Nutzpflanze. Kolumbus hingegen brachte sie zu den Indianern, die die Pflanze durchaus zu schätzen wussten. Dabei ging es nicht darum, sich zu berauschen, sondern sie wurde unter anderem für die unterschiedlichsten Beschwerden genutzt. Natürlich hatte auch die berauschende Wirkung von Hanf einen Vorteil für die Indianer. Sie konnten sich somit in einen bewusstseinserweiternden Zustand versetzen und nutzten diese Möglichkeit dazu. Auch bei zahlreichen Zaubertränken war der Hanf Bestandteil. Wie lange angenommen wurde, war aber nicht der Alkohol für die berauschende Wirkung zuständig, sondern der Hanf. Alkohol diente dabei lediglich als Konservierungsmittel für diese Zaubertränke.

 Wieso wurde der Hanf plötzlich so verteufelt?

Man soll es kaum meinen, aber wie in der heutigen Zeit auch, spielten die Massenmedien eine große Rolle dabei. Natürlich waren es zu damaliger Zeit, also in den 20er und 30er Jahren vor allem Zeitungen und Boulevardblätter, die Lügengeschichten über Hanf bzw. Marihuana verbreiteten. Reiche Verleger, wie beispielsweise William Randolph Hearst, der der Vorgänger vom Axel Springer Verlag und somit „Bild“ war, war einer derjenigen, der zahlreiche Lügengeschichten verbreitete. Insbesondere nachdem er seine mexikanischen Wälder im Jahre 1915 an den „Marihuana“-rauchenden Mexikaner, Politiker und Volksheld Pancho Villa verlor. Seine Hetzkampagne gegen Latinos und Mexikaner, die diese Möderdroge rauchen würden, wurden immer heftiger und somit wurden fast alle Verbrechen auf diese Droge zurückgeführt. Kaltblutige und bestialische Morde wurden in Verbindung mit Marihuana gebracht, was dazu führte, dass Hanf verboten wurde. 

Was Hanf so besonders macht

Hanf ist nicht nur eine Nutzpflanze, die damals hauptsächlich für Kleidung oder Tinkturen und Heilmittel benötigt wurde, sondern sie hat auch eine berauschende Wirkung. Dabei wird sie medizinisch immer interessanter, da sie bei vielen schweren Krankheiten eine große Linderung für die Patienten bringen soll. Die Nebenwirkungen bei Krebs, die durch eine Chemotherapie auftreten sollen deutlich gelindert werden. Auch Patienten mit Alzheimer können von THC, welches im Hanf vorhanden ist, profitieren, da die Krankheit verlangsamt wird.

In den letzten Monaten waren immer wieder Berichte im TV zu sehen, dass Parkinson Patienten mit THC nur gute Erfahrungen machen konnten. Ein Patient bewies es vor laufender Kamera und zeigt, wie THC im helfen konnte. Bei Parkinson ist vor allem das Zittern oder auch die Verlangsamung der Bewegungsabläufe sowie eine Störung im Halte- und Stellreflex ein großes Problem für die Patienten. Dieser Patient zitterte sehr stark und zog dann nur wenige Male an einem Joint. Innerhalb von wenigen Minuten hörte das Zittern komplett auf und die Bewegungsabläufe waren deutlich verbessert. Er sagte, dass er ohne das THC kein vernünftiges Leben führen könnte, da er eingeschränkt wäre und kaum eigenständig sein könnte. Mit THC hingegen kann er seinen Haushalt weitgehend alleine führen und ist kaum auf Hilfe angewiesen.

Doch auch in vielen anderen Bereichen wie Depressionen hat Hanf mit dem Wirkstoff THC eine Vielzahl an Befürwortern. Menschen, die an Depressionen leiden, konnten bereits mit kleinen Mengen eine deutliche Verbesserung spüren und auch die Schlafstörungen gehörten der Vergangenheit an.

Hanf und auch das CBD-Öl und Hanföl in richtigen Dosen genutzt, ist und bleibt ein Heilmittel, welches endlich zugänglich gemacht werden sollte. In manchen Kliniken wird es zwar bereits eingesetzt, aber eine freie Zugänglichkeit sollte für jeden möglich sein.